PreisträgerInnen 2018

Die Stunde der Gewinner – Impressionen der Preisverleihung

Valentino Rentz und Deborah Bode mit 'Keep the Change' 

Das Team hinter dem kurzen Film Keep the Change erzählt eine Dystopie und schafft es mit nur wenigen ausgewählten Bildern eine eindringliche Stimmung zu vermitteln, die die Aufmerksamkeit des Zuschauers einzufangen vermag. Der Film folgt einer sich durch Trümmer wühlenden Mutter, die auf der Suche nach Nahrung ist.

Dem Film gelingt, was nur selten Filmen gelingt; und zwar, dass sich die eigentliche Geschichte ausschließlich im Kopf des Zuschauers abspielt, ohne in konkreten Bildern und Dialogen erzählt zu werden. Die Filmemacher versuchen nicht eine Langfilmdramaturgie auf wenige Minuten zu komprimieren, sondern entscheiden sich bewusst für eine kurze Erzählung. Für eine Momentaufnahme aus dieser vielleicht gar nicht allzu fernen Zukunft, die auf eindrucksvolle Art und Weise gezeigt wird. Keep the Change ist stilistisch und erzählerisch auf einem extrem hohen Niveau, weshalb die Auszeichnung als Bester Film mehr als verdient ist.

 

 

Foto v.l.n.r.: Steffen Freckmann (Produzent der MONTAVIA Filmproduktion und Juror), Theo Dassler (Keep the Change), Valentino Rentz (Keep the Change), Deborah Bode (Keep the Change), Dorothee Martin (Referentin der MFG Filmförderung und Preisstifterin)

Cosmea Spelleken mit 'Honigkuchen'

In Honigkuchen fühlen wir mit einem Charakter mit, der an Weihnachten der Realität ins Auge sehen muss, dass Familie nicht mehr das ist, was es einmal war. Elli ist zu Gast bei ihren Eltern, was sich für sie wie eine fremde Welt anfühlt. Sie flüchtet vor Gefühllosigkeit wieder nach Hause zu ihrer Freundin. Dorthin, wo ihre Reise begonnen hat.

Die Entfremdung zwischen Elli und ihrer Familie ist mit der nötigen Kälte erzählt und ist nicht zuletzt durch die spitzen Dialoge hervorragend getroffen. Die feinfühlige Figurenzeichnung und Realitätsnähe machen das Drehbuch zu einem runden und einfühlsamen Film. Amelies kleine Reise wird so zu einer großen Geschichte über das Auseinanderleben. Der Honigkuchen als Sinnbild für Familie.

 

 

Foto v.l.n.r.: Samuel Gheist (Drehbuchautor und Filmemacher), Leonard Wölfl, Merit Brinks, Laurin Lampe (Stellvertretend für Cosmea Spelleken), Dietmar Dekrell (Vorsitzender nbs e.V. und Preisstifter)

Dino Niethammer mit 'Zavala' von Timo Zacharias.

Ein Soldat, der erst in dem Moment begreift, was es bedeutet im Krieg zu sein, als er vor seinen Augen geschieht.

Die Wandlung von einem schon fast naiven jungen Mann, der „die Aussicht“ genießen möchte, während er auf dem Weg ist, seinen neuen Posten zu beziehen, um die „richtige Seite“ zu stärken, hin zu einem traumatisierten Menschen, der gequält von Schuldgefühlen, der Realisierung der Wahrhaftigkeit seiner Aufgabe und der Frage des großen Warums, eigentlich nichts mehr weiß.

Dino Niethammer stellt mit Liebe zum Detail das Erwachsenwerden in einer Situation dar, in der er es schon längst erreicht haben müsste. Jede Erkenntnis, die seine Figur hat, zeigt die Veränderung seines Verhaltens in Bezug auf die persönlichen Gefühle, die er vor allem im Zusammenspiel mit Phineas oder in einsamen Momenten zum Ausdruck bringt. Von einem naiven selbstbewussten Jugendlichen, über einen Menschen, der sich auch nur nach Zuwendung sehnt, bis zu einem desillusionierten Mann, hat Dino Niethammer gezeigt, dass er all dies verkörpern und in einem schlüssigen Bogen erzählen kann.

 

 

Foto v.l.n.r.: Markus Brodbeck (Geschäftsführer von brodybookings und Preisstifter), Hannah Buhr (Zavala, stellvertretend für Dino Niethammer), Leonie Wesselow (Schauspielerin und Jurorin)

Paul Scholten mit 'Biotop'.

Paul Schalten seziert präzise in seiner äußerst konsequent komponierten schwarz weiß Tableau-Sinfonie, in der die Individuen, vor der Aufzeichnungsgewalt des Kinos zu erstarren scheinen und zu Kompositionselementen im filmischen Raum werden, die Bipolarität des Kleinbürgertums ohne selbst eine Wertung vorzunehmen und erschafft dadurch einen subtilen Raum der Selbstreflexion.

 

 

Foto v.l.n.r.: Dr. Kay Hoffmann (Studienleiter des Haus des Dokumentarfilms und Preisstifter), Paul Scholten (Biotop), Lisa Forelli (Leitung Jugendfilmpreis

Aruna Gallas, Majda Sehovic und Julia Maier mit 'Aye, Aye!'.

Ein tiefsitzendes Trauma gepaart mit fortschreitender Demenz sind schwierige Themen, von

denen man sich alles andere als Leichtigkeit, Humor und überraschende Wendungen erwartet. Aruna Gallas, Majda Sehovic und Julia Maier ist dieser Spagat mit ihrem Animationsfilm “Aye, Aye” gelungen, indem sie uns als Zuschauer in das Innenleben der bürokratisch-chaotischen grauen Zellen eines ehemaligen Kapitäns mitnehmen. Dabei wird die Geschichte mit gekonnten Twists, einer spannungsreichen Dramaturgie, einem stimmigen Animationsstil sowie einer überzeugenden Soundkulisse erzählt, die uns auch nach mehrmaligen Ansehen noch mit neuen Details überrascht hat.

 

 

Foto v.l.: Laurenz Lerch (Schauspieler und Stellvertreter für die Gewinner), Peter Stein (Geschäftsführer der Blubb.media GmbH und Preisstifter)

Johannes Schmidt mit "Dunkle Nächte" von Jonas Thielcke.

Langsam fährt die Kamera auf die Wohnzimmertür zu. Mit einem lauten Quietschen und wie von Geisterhand öffnet sie sich und lässt uns Teil einer tragischen Familien Geschichte werden.

„Dunkle Nächte“ überzeugt durch seine gelungene, dichte Bildsprache und schafft es den Zuschauer vom 1. Moment des Films in den Bann zu ziehen.

Kameramann Johannes Schmidt spielt gekonnt mit dem Genre des Horrorfilms und beeindruckt mit atmosphärischen Bildern und tollen Kamerafahrten. Eine Parallelmontage zu Beginn erzeugt besonders Spannung. Plötzlich wird vom Wohnzimmer nach außen in die Nacht gesprungen. Langsam fährt die subjektive Kamera einen dunklen Weg entlang und nährt sich dem Haus. Etwas ist im Anmarsch.

In bester Alfred Hitchcock Marnier nutzt Johannes das Stilmittel der Suspense. Sowohl die Nachtaufnahmen als auch die Tagbilder sind sehr cineastisch und schön geleuchtet. Durch den Einsatz von Nebel in den Innenräumen wirken die Bilder besonders atmosphärisch und das Mädchen mit den schwarzen Augen ist gelungen in Szenen gesetzt. Beeindruckt hat ebenfalls eine Plansequenz in der Mitte des Films und die visuelle Klammer am Ende. So wie sich zu Beginn die Tür geöffnet hat, so schließt sie sich am Ende des Films wieder.

 

 

Foto v.l.n.r.: Julian Dieterich (Regisseur, Jufi-Preisträger 2015), Johannes Schmidt (Dunkle Nächte, Kameramann), Moritz Mössinger (Kameramann)

Natalie Kölbl, Dennis Höpner, Tobias Ullrich und Patrick Piel mit "Mortis Law" von Marcel Wohlfahrt. 

Ein Projektil rast unaufhaltsam auf den Hotelmanager Mortimer zu um dessen Schicksal zu besiegeln und somit auch das seines Sohnes. Detailgenau in das Realbild integriert und mit großartiger Kombination von Kamera und Schnitt pointiert in Szene gesetzt, ist das Geschoss in Zeitlupe der zentrale Punkt von "Morti's Law". Wie eine Allegorie auf den Protagonisten und seine Geschichte ist dieser äußerst plastische Effekt unaufgeregt und doch prominent - einfach erhebend.

Erwähnenswert ist ebenfalls die gelungene Autofahrt auf Greenscreen - auch hier ist das Zusammenspiel von Visual Effect, Ensemble und Schnitt größer als die Summe der einzelnen Teile. Die Fahrt bleibt im Gedächtnis. Das rundum gelungene Gesamtwerk "Morti's Law" wird komplettiert mit der Einrahmung durch gutes Titeldesign und dreidimensionaler Typographie im Abspann - alles gekonnt bearbeitet. Gute Visual Effects unterstützen Ästhetik und Inhalt eines Films. Exzellente Visual Effects gehen weiter - sie arbeiten die Aussage des Films heraus, geben ihm Bedeutung, verdichten ihn.

Dies ist dem VFX-Team Natalie Kölbl, Robert Peichl, Dennis Höpner und Tobias Ullrich erstklassig gelungen. Herzlichen Glückwunsch!

 

 

Foto v.l.n.r.: Lukas Fabian (VFX Artist bei MackeVision und Preisstifter), Marcel Wohlfahrt (Mortis Law)

Timo Zacharias mit 'Zavala'.

Zavala schafft eine eigene, besondere Atmosphäre, die stark durch den Schnitt geprägt ist. Die Montage mit dem ruhigen und unaufdringlichen Rhythmus und die Wahl der richtigen Einstellungsgrößen verstärken die Geschichte in ihrer Dramaturgie und tragen dazu bei, dass sie für den Zuschauer erlebbar wird.

Filmemacher Timo Zacharias beweist Feingefühl und Talent für den Schnitt. Schon der Einstieg ist wunderbar: Trotz hektischer Aktion der Darsteller am Anfang bringt der Schnitt Ruhe in den Film. Auch den ganzen Film über wird mit Widersprüchen und Gegensätzlichkeiten gespielt. Es herrscht Krieg – in einem Naturparadies. Man kommt sofort in dieser Welt an und spürt die Sehnsucht der Figuren. Die Sinnlosigkeit des Krieges und die Tragik sind durch die Erzählweise und trotz der schönen Aufnahmen nachvollziehbar.

Das Tempo der Schnitte variiert und treibt so dramaturgisch die Handlung an. Der Editor lässt mutig Einstellungen lange stehen und schneidet im richtigen Augenblick, ohne dass die Geschichte ins Stocken gerät. Der Schnitt steuert die Handlung perfekt, lässt aber den Figuren den Freiraum, der es dem Zuschauer ermöglicht ihren Gefühlszustand hautnah zu erleben, beinahe in sie hineinschauen zu können. All dies macht den Film so besonders!

 

 

Foto v.l.n.r.: Herr Jörg Schmidt (Rektor der Media GmbH und Preisstifter), Timo Zacharias (Zavala), Hannah Buhr (Zavala), Juljan Safranj (Musiker und Filmemacher)

Daniel Beigel und Kim Reinemuth mit 'Altilium'.

Altilium ist ein Film der uns zeigt, wie hoch die Qualität schon im kleinen Rahmen sein kann! Man spürt den Drang nach Modernität in der ersten Minute mit der Wahl der Musik. Professionelle Kamerafahrten und ein gelungener Schnitt sorgen dafür, dass man schon fast vergisst, dass dieser Film von 16-18 jährigen gemacht wurde. Gewählte Locations, gute VFX Bearbeitung, ein durchgehender Look... die Liste könnte noch länger sein.

Im Hinblick auf das Alter und die verfügbare Technik kann man auf jeden Fall sagen, dass dieser Film in jeglicher Hinsicht mit sehr viel Leidenschaft und Arbeit verbunden war, was sich gelohnt hat. Wir sind gespannt, was wir von den Jungen Filmemachern noch erwarten können.

 

 

Foto v.l.n.r.: Elisa Kormeier (Programmleitung der Filmschau), Daniel Beigel (Altilium), Patrick Schober (Altilium), Lisa Forelli (Leitung des Jugendfilmpreises)

Klasse CM2 der Deutsch-Französischen Grundschule Freiburg unter der Leitung von Sarah Moll mit 'Zusammen sind wir stark'.

In Zusammen sind wir stark wird vom Neuzugang zweier Schüler aus Frankreich in eine Grundschulklasse erzählt. Obwohl diese anfangs herzlich aufgenommen werden, wird einer der neuen Schüler in der Pause gehänselt und bedroht. Da er allein wehrlos ist, kann ihm nur der Zusammenhalt der ganzen Klasse helfen.

Man spürt, dass die Schülerinnen und Schüler in diesem Film mit viel Spaß an der Sache eine Geschichte aus ihrem eigenen Leben erzählen. Hier widmen sich junge Menschen im ganz Kleinen einer Thematik, die kaum aktueller sein könnte. Zusammenhalt und Integration sind Themen, die in aller Munde sind. So steht die erzählte Geschichte für große gesellschaftliche Werte, ohne dabei zu belehrend zu sein. Wir sehen in diesem Film eine beachtliche Ensembleleistung, da vor und hinter der Kamera die Schülerinnen und Schüler maßgeblich an der Produktion beteiligt waren und dabei lediglich angeleitet wurden. Den Schülern wünschen wir alles Gute und freuen uns auf die kommenden Filme.

 

 

Foto v.l.: Clemens Kullmann (Bereichsleiter Stuttgarter Jugendhausgesellschaft und Preisstifter), Schülerinnen der Klasse CM2, Leonie Wesselow (Schauspielerin und Jurorin)

Simon Hoffmann mit 'Bildungsgang'. 

Ein aufwändig produzierter Musikclip, der sich auf eindrucksvolle Weise für mehr Freiheit in der Bildung stark macht. In vielfältigen und ausdrucksstarken Bilderwelten gelingt es dem Film den Song und seine kreative Wortgestaltung gekonnt in Szene zu setzen. Der Mix aus Performance und narrativen Szenen, die darstellerische Qualität und die individuelle Ästhetik unterstreichen die kreative Gesamtgestaltung.

 

 

Foto v.l.n.r.: Juljan Safranj (Musiker und Filmemacher), Philip Fricker (Regisseur, Kreativproduzent und Juror), zwei Teammitglieder des Films, Simon Hoffmann (Bildungsgang)

Jan Horvath und Adriane Sorg mit 'The Lifeguardian'.

Auf sehr kreative und einfallsreiche Art setzt sich der Film mit dem Thema ‚Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll‘ auseinander. Nah am Lebensalltag von Jugendlichen ist der Film visuell äußerst professionell umgesetzt. Die Kamera- und Schnittarbeit ist sehr gelungen und der dramaturgische Aufbau überzeugend. Die passende Musikauswahl verstärkt die durch Bilder geweckten Emotionen.

„Lifeguardian“ – zu Deutsch Lebensretter oder Lebenswächter kann doppeldeutig gelesen werden: das eigene Leben zu beschützen und sinnstiftend zu leben ist eng damit verknüpft, dass wir mit dem Leben auf der Erde und der natürlichen Umwelt sorgsam umgehen sollten. Und so appelliert der Film an den oder die Life Guardian, der in uns allen steckt. Die Jury hat sich von der fast poetischen, fantastischen Herangehensweise des Films bezaubern lassen.

„The Lifeguardian“ ist ein sehr gelungenes Werk des Filmemachers Jan Horvath, den wir zusammen mit seinem Team sehr herzlich beglückwünschen!

 

Foto v.l.n.r.: Ellian Lieb (DEAB), Jan Horvath (The Lifeguardian), Adriane Sorg (The Lifeguardian), Amelie Sternagel (DEAB)

Luis Schneiderhan mit 'Frieden fängt bei dir an'.

Frieden fängt bei Dir an – dieser Film ist erfrischend, witzig, lebendig und farbenfroh. Als eine gute Auseinandersetzung auf verschiedenen Ebenen mit dem Thema Frieden ist der Film visuell und schnitttechnisch einfallsreich gestaltet. Wir sehen eine authentische, eigenständige Produktion. Das Besonders am Aufbau ist, dass der Protagonist seine eigene Position in Frage stellen kann, er also fähig zur Selbstreflexion ist. Der Film spricht junge Erwachsene an und zieht doch auch ältere Erwachsene ins Geschehen hinein und regt Menschen allen Alters an, über die Bedeutung von Frieden nachzudenken. Mit Ironie als Stilmittel ist ihm das gut gelungen. Wir beglückwünschen Luis Schneiderhan und sein Team zum Film „Frieden fängt bei dir an“!

 

 

Foto v.l.n.r.: Elian Lieb (DEAB), Luis Schneiderhan (Frieden fängt bei dir an), Amelie Sternagel (DEAB)

Carlotta Wald mit '40 Jahre VVS'.

Der Film ‚40 Jahre VVS‘ nimmt uns mit auf eine Zeitreise durch die Jahrhunderte lange Geschichte des Reisens. In kurzen Episoden wird die jugendliche Perspektive auf die Mobilität im Wandel der Zeit kreativ und dem Jahrzehnt entsprechend kostümiert eröffnet. Mit Witz und viel Liebe zum Detail gelingt dem 8-köpfigen Team eine unterhaltsame Retrospektive auf die kleinen Geschichten des alltäglichen Reisens und Busfahrens, die der VVS mit der Goldenen Orange auszeichnet.

 

 

Foto v.l.n.r.: Oliver Kern (Markting VVS und Preisstifter), Carlotta Wald, Zina Strunz, Maria Jelic, Lena Lorenzl, Anna Hauser, Fabienne Haase, Julia Wald (40 Jahre VVS), Thomas Hachenberger (Geschäftsführer der VVS und Preisstifter)

Philipp Wanner mit 'Der Heimweg'.

Welche Herausforderungen Schülerinnen und Schüler auf dem Nachhauseweg zu meistern haben und welche Tricks zum pünktlichen Erreichen des Ziels führen, erzählt uns ‚Der Heimweg‘ aus der Sicht einer pflichtbewussten Enkelin. Der Kurzfilm überzeugt durch gelungene Bildgestaltung und einen humorvollen Einsatz der Off-Stimme, die uns Einblick in die Gedanken der Protagonistin gewährt. Der VVS zeichnet die pointierte Erzählung mit dem VVS-Jubiläumspreis aus.

 

 

Foto v.l.n.r.: Thomas Hachenberger (Geschäftsführer der VVS und Preisstifter), Luisa Woche (Der Heimweg), Philipp Wanner (Der Heimweg), Oliver Kern (Marketing VVS und Preisstifter)

Madlen Gairing, Kathrin Sauter und Nora Weiß mit 'Ist Wahrheit noch Pflicht?'.

Intensiv haben sich die filmbegeisterten Mädchen mit dem Wettbewerbsmotto auseinandergesetzt, sich dazu eine schlüssige Geschichte ausgedacht und diese in einen gelungenen Film transformiert. Als Ergebnis sehen wir einen viereinhalb minütigen Kurzfilm mit technischen Raffinessen, die für diese Altersgruppe sehr gut umgesetzt wurden. Alles in allem ein sehr schönes Werk, das die Jury vollauf überzeugte. 

 

 

Foto v.l.n.r.: Nadine Maier (Bischöfliches Jugendamt, Diözese Rottenburg Stuttgart und Preisstifter), Madlen Gairing, Kathrin Sauter, Nora Weiß (Ist Wahrheit noch Pflicht?), Katharina Haugwitz (Diözese Rottenburg Stuttgart und Preisstifter)

Leon Zorn und Leon Sandner mit 'Medienmenschen'.

Die Arbeit ist ein Kurzfilm, der sich wieder der sehr eigenen Kunstform des verfilmten Poetry-Slam bedient. Wieder deshalb, weil der eine Leon beim Katholischen Jugendmedienpreis kein Unbekannter ist: Er war auch der Preisträger derselben Kategorie im vergangenen Jahr. Der diesjährige Preis geht nun nicht an einen Leon, sondern an zwei Leons: Beide analysieren und beschreiben in ihrem Film „Medienmenschen“ das gesellschaftliche Medienverhalten und üben darin eine sehr klug durchdachte und pointierte Kritik Auch in diesem Jahr haben das freie Stilelement der gereimten Erzählung, die technische Qualität und der hohe Zeitaufwand der Synchronisation die Jury überzeugt. 

 

 

Foto v.l.n.r.: Nadine Maier (Bischöfliches Jugendamt, Diözese Rottenburg Stuttgart und Preisstifter), Leon Sandner (Medienmenschen), Leon Zorn (Medienmenschen), Katharina Haugwitz (Diözese Rottenburg Stuttgart und Preisstifter)

Lukas Gawenda mit 'Gespalten'.

Geld oder Liebe ist ein beliebter Plot. Auch der Film „Gespalten“ erzählt davon. Im Mittelpunkt der Handlung steht allerdings das starke Ringen des Protagonisten mit seiner inneren Haltung. Und so wird der Zuschauer von Filmminute zu Filmminute erst in den Abwägungsprozess und dann in die inneren Kämpfe des jungen Werbefotografen hineingezogen, der eine Imagekampagne für ein Atomkraftwerkt produzieren soll. So viel sei vorweggenommen, die Hauptfigur entscheidet sich richtig und erhält dann auch wieder die Aufmerksamkeit der schönen Atomkraftgegnerin. „Gespalten“ ist ein hochprofessionelles und technisch aufwändiges Werk, dessen Handlung auf wahren Begebenheiten beruht und vielleicht auch deshalb so eine wunderbar schöne und schlüssige Geschichte erzählt.

 

 

Foto v.ln.r..: Anna Stützle (Diözese Rottenburg-Stuttgart und Jurorin), Lukas Gawenda (Gespalten), Thomas Maria Renz (Weihbischof und Preisstifter)